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Information zur Tularämie

Bei der Tularämie (sogenannte Hasenpest) handelt es sich um eine durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufene Erkrankung, die ein zoonotisches Potential aufweist und daher meldepflichtig ist.

Neben Feldhasen, die besonders anfällig für diese Erkrankung sind, stellen vor allem Nager die Hauptwirte dieses Bakteriums dar. Das Bakterium kursiert daher in der Umwelt in verschiedenen Kreisläufen. Ist die örtliche Nager-Population mit dem Bakterium infiziert, verbreitet sie dieses in ihrem gesamten Umfeld. Vor allem über das mit Kot und Urin kontaminierte Wasser nehmen andere Tiere den Erreger auf.

Der Mensch infiziert sich vor allem durch kleine Hautwunden oder das Inhalieren (Einatmen) von Bakterien während des Abbalgens von Feldhasen sowie durch den Verzehr von unzureichend erhitztem Fleisch. Dabei genügt bereits eine geringe Infektionsdosis (wenige Bakterien), um eine Infektion hervorzurufen! Der Erreger vermehrt sich nach Aufnahme zunächst lokal, bevor er über das Blut in den gesamten Körper streut. Die Krankheitssymptome reichen von hohem Fieber, über Kopf- und Gliederschmerzen bis hin zu Übelkeit. Allgemein erinnert der Verlauf somit zunächst an eine virusbedingte Grippe. Ohne eine entsprechende antibiotische Behandlung kann sich der Krankheitsverlauf dann jedoch schnell deutlich verschlimmern und gegebenenfalls tödlich enden. Es ist daher unbedingt notwendig, dass Betroffene beim Auftreten von Symptomen einen Arzt aufsuchen und diesen darauf aufmerksam machen, dass sie im Rahmen der Jagdausübung regelmäßig mit Wildtieren Kontakt hatten!

 

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