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Allgemeinverfügung Baujagd

Allgemeinverfügung

 

 

I.     Nach § 19 Abs. 3 Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen (LJG NRW) in der derzeit geltenden Fassung wird die Baujagd auf den Fuchs im Kunstbau jeweils in der Zeit vom 16. Juli bis 28. Februar im gesamten Kreisgebiet erlaubt.

II.   Diese Verfügung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen entfallen.

III. Diese Allgemeinverfügung ist befristet bis zum 28.02.2022.

IV.  Die Anzahl der Füchse, die durch die Baujagd im Kunstbau erlegt werden, sind durch die einzelnen Jagdausübungsberechtigten gesondert in die jährliche Streckenmeldung einzutragen.

V.   Diese Verfügung wird hiermit gem. § 41 Abs. 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen in der derzeit geltenden Fassung öffentlich bekannt gemacht. Sie wird am Tag nach der Bekanntmachung im Amtsblatt des Kreises Borken wirksam.

VI. Diese Verfügung kann beim Kreis Borken, Untere Jagdbehörde, Burloer Str. 93, 46325 Borken, während der allgemeinen Geschäftszeiten in Raum 1174, 1. OG, eingesehen werden.

 

Gründe:

In Ergänzung des § 19 Absatz 1 des Bundesjagdgesetzes (BJG) ist es verboten, die Baujagd auf Füchse oder auf Dachse im Naturbau und im Kunstbau auszuüben (§ 19 Abs. 1 Ziffer 8 LJG NRW).

Abweichend vom Verbot des § 19 Abs. 1 Nr. 8 Buchstabe b kann die zuständige untere Jagdbehörde zum Schutz der Tierwelt auf Basis einer von der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (FJW) erarbeiteten und regelmäßig fortzuschreibenden Gebietskulisse jeweils für deren Gültigkeitsdauer zeitweise die Baujagd im Kunstbau erlauben (§ 19 Abs. 3 LJG NRW).

Voraussetzung ist somit, dass die regionale Einschränkung des Verbotes auf Basis einer wissenschaftlichen Analyse der FJW zu der Raubwilddichte und der hierdurch verursachten Schäden im Naturhaushalt erfolgt.

Die FJW hatte im Jahr 2015 erstmals befristet bis zum 31.03.2017 eine Gebietskulisse erstellt und kartographisch dargestellt. Nach Neubewertung der Situation kommt die FJW zu dem Ergebnis, die Gebietskulisse zum Schutz der Tierwelt auf das gesamte Land Nordrhein-Westfalen mit Ausnahme befriedeter Bezirke auszuweiten. Feldhase, Fasan und andere Zielarten gehen im Bestand weiter zurück, wogegen die Fuchsbesätze in den letzten Jahren offenbar zunehmen. Tierschutzbelange stehen dem nicht entgegen, da davon auszugehen ist, dass Beißereien zwischen Bauhund und Fuchs sowie das Aufgraben von Bauen lediglich einer Jagd im Naturbau entgegenstehen.

Die Voraussetzungen zur Beschränkung des regionalen Verbotes zum Schutze der Tierwelt sind somit erfüllt.

Bei der Festlegung der Zeiträume erfolgte eine Orientierung an den Jagdzeiten der Altfüchse.

Des Weiteren weist die FJW darauf hin, dass - insbesondere vor dem Hintergrund der prekären Bestandssituation vieler Zielarten - die Raubwildbejagung nicht unter Vernachlässigung anderer Bejagungsarten auf die Fuchsbejagung am Kunstbau fokussiert werden sollte. Vielmehr ist es geboten, alle Prädatoren, die für den Feldhasen und die Bodenbrüter relevant sind, konsequent zu bejagen.

 

Borken, den 03.11.2017

 

Kreis Borken

Untere Jagdbehörde

Im Auftrag

gez.

Heribert Volmering

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