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Afrikanische Schweinepest

Die Untere Jagdbehörde bittet darum aus aktuellem Anlass das Thema der Afrikanischen Schweinepest anzusprechen.

In dem Zusammenhang wird auf zwei Broschüren des Friedrich-Löffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) verwiesen:

1. Afrikanische Schweinepest beim Schwarzwild

2. Afrikanische Schweinepest

FAQ
Afrikanische Schweinepest
beim Schwarzwild

Vor einigen Tagen wurde die Afrikanische Schweinepest bei Schwarzwild
in
Litauen bestätigt. Damit ist die anzeigepflichtige Tierseuche, die sich seit 2007 in
Russland und den angrenzenden Staaten ausgebreitet hat, direkt vor unsere Tore
gerückt. Erhöhte Wachsamkeit ist geboten!
Bitte helfen Sie mit, das Risiko eines Eintrages zu minimieren bzw. einen Ausbruch
zeitnah zu entdecken!

Was ist die Afrikanische Schweinepest?
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Viruserkrankung,
die ausschließlich Schweine (Haus- und
Wildschweine)
betrifft. In ihrem Hauptverbreitungsgebiet,
den afrikanischen Ländern südlich der Sahara,
und einigen Mittelmeerländern kann die Erkrankung
über Lederzecken übertragen werden, die in unseren
Breiten jedoch keine Rolle spielen.
Wie sieht die Erkrankung aus?
Bei europäischem Schwarzwild führt die Infektion zu
sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen
wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen
und Atemproblemen. Durchfall und
Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall,
Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte
Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft
(„Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere
Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit.
Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen
und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu
allen Fällen zum Tod des Tieres innerhalb einer guten
Woche.
Beim Aufbrechen der Stücke sollte auf vergrößerte,
„blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und
feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den
Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden.
Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum
gefüllt.
Das Fehlen solcher Auffälligkeiten schließt nicht aus,
dass es sich dennoch um Schweinepest handelt!

Wie wird die Erkrankung übertragen?
Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt
über kontaminierte Gegenstände übertragen
werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann ein
unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen ausreichen, um
die Seuche einzuschleppen. Besonders effizient ist die
Übertragung über Schweiß. Kleinste Tropfen reichen
für eine Infektion! Daher ist die Hygiene bei der Jagd
besonders wichtig.
Was sollte beachtet werden?
Wachsamkeit ist geboten! Bitte achten Sie auf vermehrt
auftretendes Fallwild und schicken Sie ggf.
Proben an die zuständige veterinärmedizinische Untersuchungseinrichtung
ein. Optimal sind Schweißund
Milzproben, notfalls Proben von anderen Organen
oder ein Knochen. Sogar in Verwesung befindliche
Stücke können noch untersucht werden. Seien Sie
besonders vorsichtig mit Dingen, die Schweißkontakt
hatten. Dazu gehören auch Stiefel, Lappen, Wildwannen,
Messer und Kleidungsstücke. Litauen ist ein
jagdtouristisch attraktives Reiseland. Bedenken Sie,
dass Trophäen und Schwarzwildprodukte ein Risiko
darstellen können. Gleiches gilt für die verwendeten
Kleidungsstücke und Gegenstände.
Wie wird die Erkrankung bekämpft?
Leider steht gegen diese Erkrankung kein Impfstoff zur
Verfügung! Daher können ausschließlich hygienische
Maßnahmen und Populationsregulation zur Bekämpfung
eingesetzt werden. Den rechtlichen Rahmen der
Bekämpfung gibt auf Bundesebene die Schweinepestverordnung
vor.

Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Hauptsitz: Insel Riems, Südufer 10, D-17493 Greifswald – Insel Riems, www.fli.bund.de
Fotos/Quelle: mit ASP infiziertes Wildschwein, Friedrich-Loeffler-Institut

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