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Jagdausübung Corona

CoronaSchutzVO - Gesellschafts- und Einzeljagden

 

Bei der Jagdausübung auf Basis der neuen CoronaSchVO vom 24.04.2021 ist folgendes zu berücksichtigen:

 

zulässige (privilegierte) Gesellschaftsjagden

 

Nach § 13 Abs. 1 der CoronaSchutzVO sind alle Veranstaltungen und Versammlungen bis zum 14. Mai 2021 untersagt. Das zuständige Fachministerium hat durch Erlass vom 21.10.2020 geregelt, dass eine Gesellschaftsjagd grundsätzlich als Veranstaltung im Sinn der CoronaSchutzVO NRW gilt. Nach § 17 a Abs. 1 Landesjagdgesetz NRW handelt es sich um eine Gesellschaftsjagd, wenn mehr als vier Personen jagdlich zusammenwirken. Hiervon ausgenommen sind nach § 13 Abs. 2 Ziffer 7 der CoronaSchutzVO privilegierte Jagdveranstaltungen. Hierbei ist folgendes zu beachten und wie folgt zu verfahren:

•             Nach § 13 Abs. 2 Ziffer 7 CoronaSchutzVO sind Gesellschaftsjagden zur Jagdausübung nur dann privilegiert und zulässig,

                o             wenn die zuständige untere Jagdbehörde feststellt, dass diese zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur Seuchenvorbeugung durch Reduktion d                             er Wildschweinpopulation vor dem 14. Mai 2021 dringend erforderlich sind,

o             sowie Veranstaltungen zur Jungwildrettung, insbesondere vor dem Mähtod, durch Vergrämen oder Absuchen der zu mähenden Fläche mit dem Hund oder einer Drohne.

•             Sofern in der Zeit bis zum 14. Mai 2021 eine privilegierte Gesellschaftsjagd geplant ist, ist vorab mit der unteren Jagdbehörde des Kreis Borkens die Zulässigkeit dieser Jagdveranstaltung zu klären (per Telefon: 02861/681-3010 oder per Mail n.kortstegge@kreis-borken.de).

•             Die Vorgaben der §§ 2 bis 4a CoronaSchutzVO sind zu beachten. Dies gilt insbesondere für die Rückverfolgbarkeit (§ 4a Abs. 2 Ziffer 7 CoronaSchutzVO), als auch für die Einhaltung des Mindestabstandes (§ 2 Abs. 2 Ziffer 9 CoronaSchutzVO).

•             Alle anderen Gesellschaftsjagden (z. B. auf Niederwild) sind bis zum 14. Mai 2021 untersagt.

 

sonstige zulässige Jagdausübung unterhalb der Teilnehmerzahl einer Gesellschaftsjagd (Einzeljagden)

 

Zulässig sind Jagden in Begleitung mit Personen aus dem eigenen Hausstand oder einer weiteren Person eines anderen Hausstandes, jedoch maximal 4 Personen, da es sich ansonsten um eine Gesellschaftsjagd handelt. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachministerium NRW ist es möglich, dass in einem Jagdrevier mehrere Jagden in Begleitung in dem vorgenannten Rahmen stattfinden. Zwischen diesen Jagden darf jedoch kein jagdliches Zusammenwirken – während und nach der Jagd – stattfinden.

 

Infektionsschutzgesetz (IfSG) - Ausgangssperre nach § 28 b Abs. 1

 

Da im Kreis Borken an drei aufeinander folgenden Tagen der Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100 überstiegen hat, gelten seit dem 24.04.2021 die Regelungen des § 28 b IfSG. Danach ist der Aufenthalt von Personen außerhalb einer Wohnung oder einer Unterkunft und dem jeweils dazugehörigen befriedeten Besitztum von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags untersagt. Für die Jagdausübung sind hiervon ausgenommen

•             die Einzeljagd: Angesichts der grundlegenden Bedeutung der Jagd für die Bekämpfung und Prävention der Afrikanischen Schweinepest sowie den Schutz der land- und forstwirtschaftlichen Kulturen und des Gemüse- und Weinbaus vor Wildschäden auf den Flächen der land- und forstwirtschaftlichen Eigentümer stellt die Ansitz- oder Pirschjagd auf Schalenwild in der Zeit der Ausgangssperre einen gewichtigen und unabweisbaren Zweck dar (Ausnahmetatbestand § 28b Abs. 1 Nr. 2 f IfSG)

•             die Bergung von Fallwild und die Durchführung von Nachsuchen während der Ausgangssperre (Ausnahmetatbestand § 28b Abs. 1 Nr. 2 e bzw. f IfSG)

•             Bedienste der Forstverwaltung und beruflich tätige Jäger (Ausnahmetatbestand § 28b Abs.1 Nr. 2 a IfSG)

•             Maßnahmen der Rehkitzrettung, wenn Jägerinnen und Jäger in den frühen Morgenstunden mittels Drohnen Rehkitze in Wiesen aufsuchen, um sie davor zu bewahren, beim Mähen der Wiesen von den Mähmaschinen verletzt oder getötet zu werden (Ausnahmetatbestand § 28b Abs. 1 Nr. 2 Ziffer e bzw. f IfSG)

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