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Katzenabschuss in NRW

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am Montag hat das Umweltministerium in Düsseldorf erstmalig Zahlen zum Katzenabschuß in NRW veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass der Kreis Borken mit 1500 im Schnitt über drei Jahren entnommenen Katzen, an der Spitze landesweit liegt.

Diese Menge an Katzen ist immer entnommen worden. Das sind entlaufene und ausgesetzte wildernde Katzen. Diese Katzen haben sich entfernt von Haus und Hof und sich einen neuen Lebensraum gesucht und werden sich dort auch vermehren.

Unsere Eltern haben uns beigebracht „ Katten bünnt dat erste Johr uben Hof, dat twedde ümmen Hof und dat dedde weg……….soll heißen spätestens nach drei Jahren sind die Katzen nicht an Haus und Hof zu halten und gehen wildern.

Sie unterscheiden sich im Jagdverhalten, welches Sie zum großen Teil aus Lust und nicht zur Nahrungsgewinnung vornehmen, nicht zwischen Niederwild, Vögeln und geschützten Tieren in Landschafts- und Naturschutzgebieten. Im Kreis Borken stehen nach Auskunft des Kreises 46,9% der Fläche unter Landschafts- und Naturschutz.

Um das einmal ganz klar zu stellen, wir Jäger wollen keine Katzen abschießen! Wir haben nur Arbeit damit und ansonsten Nichts davon.

Sollte die Landesregierung die Entnahme von wildernden Katzen verbieten, ist die Landesregierung gefordert auf der Stelle andere Lösungsmöglichkeiten zu liefern.
Ansonsten, so habe ich hochgerechnet, die Katzen vermehren sich von 1500 nicht entnommenen Katzen, auf eine Zahl innerhalb von 5 Jahren auf 470 Tausend Katzen nur für den Kreis Borken, zusätzlich zu den Katzen die eh auf den Höfen und in der Stadt gehaltenen werden.

Das wäre völlig unverträglich.

Wir haben im Kreis Borken und im Münsterland große Probleme mit dem Rückgang der Artenvielfalt. Ursachen dazu werden zur Zeit erforscht.

Wenn die Landesregierung die Entnahme der Katzen verbietet, werden wir keine nachhaltigen Wildtierbestände im Niederwildbereich haben, und werden den schwerwiegendsten Eingriff in die Artenvielfalt erleben, den wir je gehabt haben.

Sowas ist Unverantwortlich.

Hier sind nun die dafür verantwortlichen Politiker, Minister Johannes Remmel und Norwich Rüsse MdL. von den Grünen und die Landesregierung gefordert, direkt vernünftige Vorschläge zu liefern.

Sollten Sie Rückfragen haben, freue ich mich auf Ihre Rückmeldung.


Mit freundlichen Grüßen



Heinrich Rülfing
Am Essingholtbach 1

46414 Rhede

Kreisjägerschaften und Hegeringe im LJV
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